Dienstag, 24. März 2015

Warwick Collins - Herren

"Martha drehte sich auf den Rücken und sah an die Decke. Ez war, als schwebten sie gemeinsam in der Dunkelheit, durch ihre Gedanken aneinander gefesselt." S. 53

Verlag: Verlag Antje Kunstmann
Seiten: 139
Originaltitel: Gents

Warum dieses Buch: Ich glaube, ich habe das Buch vor gefühlten hundert Jahren einmal bei einer Tombola gewonnen. Oder so. Jedenfalls fand ich die Covergestaltung so unerträglich hässlich, dass ich es nicht ein einziges Mal in die Hand genommen hatte, außer um es von ein Bücherregal in ein anderes zu stellen. Immerhin hat das Buch so drei Umzüge miterlebt...
Jetzt habe ich es für die Themen-Challenge gelesen, für die Aufgabe "Eines der fünf Bücher, die schon am längsten ungelesen in deinem Regal stehen"
Ich glaube, ich habe dieses Buch etwa seit 2002...

Das sagt der Klappentext: Nachmittags saßen Ez, Reynolds und Jason in Reynolds' Büro. "Wie war dein erster Tag?" fragte Reynolds.
"Mir ist was Komisches passiert", sagte Ez.
Reynolds nippte an seinem Tee. "Was denn?"
"Ich will in ne Kabine - na ja. Es war grad jemand rausgekommen, drum dachte ich, sie ist jetzt frei. Ich mach die Tür auf... da kommt noch einer raus."
Reynolds sah ihn prüfend an. "Und?"
"Ich kapier das nicht. Zwei Mann in einer Kabine."
Reynolds nippte an seinem Tee und knabberte an seinem Keks. "Was kapierst du nicht?"
"Der eine sitzt aufm Klo, der andere wartet. Wieso wartet er nicht draußen?" Ez sah Reynolds an. Allmählich ging ihm ein Licht auf. Reynolds betrachtete ihn. In Ez' Gesicht arbeitete es angestrengt.
"Ihr meint...", begann Ez.

Das sage ich: Die Handlung dieses dünnen Buches lässt sich mit nur wenigen Sätzen zusammen fassen. Noch leichter wird es, wenn man nicht zu viel verraten möchte. Es geht um drei Männer, die in einer öffentlichen (Herren-)toilette arbeiten.

Samstag, 21. März 2015

Louisa Reid - In deinem Licht und Schatten

"Aber ich würde nicht aufgeben. War ich erst einmal auf der Sturmhöhe oder in Los Angelese, war ich glücklich, dann hing die Realität vierzig Minuten lang irgendwo weit über der Schule, wie ein großer schwarzer Luftballon, der nur darauf wartet, zu platzen, sobald die Glocke für die nächste Stunde läutete" S. 32



Verlag: Fischer FJB
Seiten: 316
Originaltitel: Black Heart Blue

Warum dieses Buch: Zuallervorderst hat mich das Cover sehr angesprochen, als ich dann den Klappentext überflogen habe, war ich überzeugt, es haben zu müssen. Ich meine, es geht schließlich um Zwillingsschwestern... Und mit Büchern zu diesem Thema habe ich wirklich sehr gute Erfahrungen gemacht. Und dann begann die Jagd durch die Buchhandlungen, weil ich beim ersten Mal kein Geld ausgeben wollte und dann aber doch beschlossen hatte das Buch kaufen zu wollen... Nur dass plötzlich keine Buchhandlung mehr das Buch gehabt hat... Schließlich hab ich es aber gefunden. (Jaja, ich hätte es auch im Internet bestellen können, aber es ging mir hier ums Prinzip!)

Das sagt der Klappentext: »Ich tue so, als ob ich ein ganz normales Mädchen wäre, das ganz normale Dinge tut. Zum Beispiel sich verlieben.«
Rebecca und ihre Zwillingsschwestern könnten unterschiedlicher nicht sein: Die eine schön wie im Märchen, die andere hässlich wie die Nacht. Nur eines haben sie gemeinsam: das Elternhaus, in dem Kälte und Gewalt regieren. Seit sie denken können, retten die Schwestern sich gegenseitig vor dem Zorn des Vaters. Bis eine den Ausbruch wagt und die andere zurücklässt. Doch wenn dein Leben die Hölle auf Erden ist, was hast du dann noch zu verlieren?
Alles.

Das sage ich: Endlich wieder einmal ein Buch, das so spannend und fesselnd war, dass ich es (fast) an einem Abend ausgelesen hatte!

Freitag, 20. März 2015

Jessica Thompson - Ein Tag im März

"Er würde seiner Oma ihren Lieblingskuchen bringen - Puddingtörtchen - und sie fest drücken, ihren zerbrechlichen Körper in seinen Armen spüren und zu verstehen versuchen, was Altwerden bedeutet und ob er es ihr irgendwie erleichtern könne." S. 320



Verlag: Bastei Lübbe
Seiten: 426
Originaltitel: Three Little Words

Warum dieses Buch: Das Cover und das Überfliegen des Klappentextes haben bei mir schon gereicht, um mich voll märzlich-frühlingshaft zu fühlen. Und wenn ein Buch so etwas schafft, muss ich es kaufen. So einfach ist das.

Das sagt der Klappentext: Wie groß muss ein Herz sein, um wahrhaft verzeihen zu könnnen?
Adam ist jedes Mal nervös, wenn er die schöne Unbekannte an Tisch zehn bedienen muss. Die junge Frau kommt täglich in sein Café, bestellt einen koffeinfreien Latte mit einem Stück Zucker, sitzt stundenlang dort und sieht mit unfassbarer Traurigkeit zu, wie die Welt an ihr vorbeizieht. Was Adam nicht weiß: Bryony hat einen schlimmen Verlust erlitten, denn sie hat Max, den Menschen, den sie am meisten liebte, durch einen tragischen Unfall verloren. Ein einziger Augenblick an einem milden Frühlingsabend im März hat ihr Leben für immer verändert. Um ins Leben zurückzufinden, braucht sie die Kraft, verzeihen zu können - und die Liebe eines Menschen...

Das sage ich: Selten ist es mir so schwer gefallen zu einer entgültigen Meinung über ein Buch zu kommen, wie bei Ein Tag im März.

Dienstag, 17. März 2015

E.L. James - Fifty Shades of Grey

"Oh, his distraught look as I left. I was so cruel, shocked by the savagery... will he forgive me... will I forgive him? My thoughts are all haywire and jumbled, echoing and bouncing off the inside of my skull. My subconscious is shaking her head sadly, and my inner goddess is nowhere to be seen. Oh, this is a dark morning of the soul for me. I'm so alone" S. 507



Verlag: Arrow
Seiten: 560

Warum dieses Buch: Schon als das Buch erschienen ist bzw. als es zu einem Bestseller wurde, habe ich mir gedacht, dass ich dieses Phänomen gerne verstehen würde. Da ich aber aus meinem engeren Umfeld nur schlechtes gehört hatte und mich das Thema auch nicht sonderlich interessiert, wollte ich mir das Teil einfach nie kaufen und den Hype eher boykottieren.
Tja. Und dann...
Aufmerksame Leser meiner Über-Mich Seite wissen nun vermutlich, dass ich um meinen Lebensunterhalt zu verdienen, meine Zeit überwiegend in einem Kino verbringe. Und kaum jemandem wird es entgangen sein, dass der Film zu diesem Buch alle Rekorde gebrochen hat. Es war Wahnsinn. Es war die Apokalypse. Es war unaussprechlich abartig. Nun war ich überzeugt davon, dass ich das Buch lesen und den Film sehen muss, um diese Hysterie verstehen zu können und mir eine eigene Meinung zu bilden. Kaufen wollte ich es mir immer noch nicht, glücklicherweise war eine Arbeitskollegin bereit, mir ihr Buch zu borgen...

Das sagt der Klappentext: When literature student Anastasia Steele interviews successful entrepreneur Christian Grey, she finds him very attractive and deeply intimidating. Convinced that their meeting went badly, she tries to put him out of her mind - until he turns up at the store where she works part-time, and invites her out.

Unworldly and innocent, Ana is shocked to find she wants this man. And, when he warns her to keep her distance, it only makes her want him more.

But Grey is tormented by inner demons, and consumed by the need to control. As they embark on a passionate love affair, Ana discovers more about her own desires, as well as the dark secrets Grey keeps hidden away from public view...

Das sage ich: Ich habe versucht so unvoreingenommen wie möglich an dieses Leseerlebnis heranzugehen. Ich bin auch ganz zufrieden, auch wenn es mir vielleicht nicht vollständig gelungen ist.

Grüße aus der Versenkung

Ich habe sehr lange nichts von mir hören lassen. Mea Culpa :(
Schuld war eigentlich ein Buch, das mich trotz seines interessanten Themas nicht so richtig fesseln konnte (wohl weil ich es einfach leid bin wissenschaftliche Texte zu lesen). Ich wurde und wurde nicht fertig und wollte aber auch kein Neues anfangen, so ist immer mehr Zeit vergangen und ich hatte nichts zu schreiben. Warum ich nicht wenigstens mal ein Manga zur Hand genommen, oder einen Freitags-Füller gepostet habe - ich weiß es nicht. Hatte ein bisschen mit meinem Ehrgeiz zu tun. Ich wollte dieses blöde Buch beenden.

Geschafft habe ich das immer noch nicht, trotzdem tauche ich hiermit wieder aus der Versekung auf. Denn eine Arbeitskollegin hatte mir ein Buch geborgt und geborgte Bücher sollte man schnell lesen, damit man sie zurück geben kann (ähem...). Ich hoffe der Bann des Nicht-Lesens (und damit des Nicht-Bloggens) ist jetzt gebrochen und es wird wieder lebhafter hier!