Mittwoch, 26. November 2014

William Gibson & Bruce Sterling - Die Differenzmaschine

"Durch das Glas war ein großer Saal mit aufragenden Maschinen zu sehen - so viele, dass Mallory zuerst dachte, die Wände müssten verspiegelt sein, wie in einem feinen Ballsaal. Es war wie ein Stück Illusionskunst, mit dem Ziel, das Auge zu täuschen - die mächtigen, identischen Maschinen, uhrenähnliche Konstruktionen aus kompliziert ineinandergreifendem Messing, groß wie aufgestellte Güterwaggons, jede auf fußhohen gepolsterten Lagern." S. 206



Verlag: Heyne
Seiten: 624
Originaltitel: The Difference Engine

Warum dieses Buch: In einer spontanen Begeisterung für Steampunk und einem ebenso spontanen Kaufrausch im Sommer vor zwei Jahren hab ich das Buch mal aus einer Buchhandlung mitgenommen. Zu dieser Zeit war mein SuB aber bereits so groß, dass es direkt ins Regal gewandert ist, wo ich es diesen Monat auf der Suche nach einem grauen Buch für die Regenbogenchallenge wieder entdeckt habe. Oje, ich hab wohl zu viele Bücher :(

Das sagt der Klappentext: Eine Zeit in der Computer das Leben der Menschen beherrschen. Eine Zeit, in der ein perfektioniertes Überwachungssystem jeden Winkel der Welt erfasst hat. Aber es ist nicht unsere Zeit. Es ist das Jahr 1855...

Das sage ich: Viele der neueren Rezensionen von Amazon lassen nur wenig gute Haare an diesem Buch. Es sei zu verwirrend, heißt es da meistens.

Dienstag, 18. November 2014

Arkadi und Boris Strugatzki - Montag beginnt am Samstag

"Was ist mit dir, Knips?" fragte ich.
"Ist dein Apparat kaputt?" fragte er mit singender Stimme.
"Einen Erwachsenen spricht man mit Sie an", belehrte ich ihn.
Der Knabe sehr verwundert, dann aber leuchtete sein Gesicht auf. "Ach ja, ich weiß schon. Wenn ich mich recht erinnere, so war das in der Epoche der zwangsweisen Höflichkeit so Brauch. Wenn bei dir aber eine Anrede mit du eine Disharmonie in deinem emotionalen Rhythmus hervorruft, bin ich gerne bereit dir mit einer beliebigen anderen Anrede entgegen zu kommen." (S. 225)


Verlag: suhrkamp taschenbuch
Seiten: 272
Originaltitel: Понедельник начинается в субботу

Warum dieses Buch: Meine bessere Hälfte hat das Buch eines Tages mit nachhause gebracht. Er hat es geschenkt bekommen von irgendeiner Dame, die ihre Bibliothek aufgelöst hatte. Oder so. Genauergesagt, hat die bessere Hälfte zwei Bücher der Strugazkis mitgebracht, eines habe ich bereits in diesem Jahr gelesen (und rezensiert). Seitdem wollte ich auch das Zweite lesen und endlich hab ich es geschafft! 

Das sagt der Klappentext: Witz der Groteske: In einem "naturwissenschaftlichen Institut für Zauberei und Wohlfahrt" werden Fabelwesen, Idole, Gestalten des Märchens und Wunschträume der Kollektivphantasie materialisiert, ökonomisch nutzbar und damit zum Konsum geeignet gemacht ... ein aktueller Zukunftsroman. 
Bayerischer Rundfunk

Das sage ich: Der Klappentext liest sich ein bisschen wie ein Bewerbungsschreiben... "Da Ihre Firma Fabelwesen, Idole, Gestalten des Märchens und Wunschträume der Kollektivphantasie materialisiert, ökonomisch nutzbar und damit zum Konsum geeignet macht, spricht mich die Stelle sehr an und ich bewerbe mich bei Ihnen"... oder so ähnlich.
Aber das nur am Rande