Sonntag, 29. Juni 2014

Helene Hegemann - Axolotl Roadkill

"Alle wollen immer nur irgendwas erleben oder Erfahrungen machen. Alle wollen ein halbes Jahr ihres Lebnes in Tansania verbracht oder auf einem Baum in Burkina Faso dreieinhalb Kakalaken gegessen haben. (...) Demnächst werde ich irgendjemandem mutwillig fünfzig Löcher in die Lungengegend schießen, um den Rest meines Lebens im Gefängtnis verbringen zu dürfen und um dann endlich kein Teil dieser Gesellschaft mehr sein zu müssen, in der man zu nichts anderem mehr verpflichtet ist als zu dieser ständigen Verantwortung für sein eigenes Ansehen." (S116)



Verlag: ullstein
Seiten: 208

Warum dieses Buch: Das kann ich kurz und prägnant erklären. Es enthält die Farben schwarz und rosa, es hat ein Axolotl auf dem Cover und war in meiner bevorzugten Buchhandlung auf 3,99 Euro heruntergesetzt weil Mängelexemplar

Das sagt der Klappentext: Radikal, klug, abgründig. Helene Hegemann erzählt in ihrem ersten Roman vom Leben in einer Welt, die sich von allen Konventionen befreit hat. "Ich bin sechzehn Jahre alt und momentan zu nichts anderem mehr in der Lage, als mich trotz kolossaler Erschöpfung in Zusammenhängen etablieren zu wollen, die nichts mit der Gesellschaft zu tun haben, in der ich zur Schule gehe und depressiv bin. Ich bin in Berlin. Es geht um meine Wahnvorstellungen."

Das sage ich: Wir wissen also: Die Protagonistin lebt in Berlin, ist sechzehn (was für ein goldiges Alter!) und leidet unter Wahnvorstellungen.

Dienstag, 24. Juni 2014

Arkadi und Boris Strugatzki - Picknick am Wegesrand

"So waren sie alle, die Intellektuellen, Hauptsache, das Ding hatte einen Namen. Solange es ihn nicht hatte, zogen sie ein Gesicht wie der letzte Trottel." (S. 30)



Verlag: suhrkamp taschenbuch
Seiten: 214
Originaltitel: Piknikna Obocine 

Warum dieses Buch: Meine bessere Hälfte hat das Buch eines Tages mit nachhause gebracht. Er hat es geschenkt bekommen von irgendeiner Dame, die ihre Bibliothek aufgelöst hatte. Oder so. Gelesen hab ich es jetzt vor allem wegen der Regenbogenchallenge, da ich sonst kein lila Buch zur Hand hatte. Denn zu meiner Schande muss ich gestehen, dass ich bis jetzt noch nichts von den Strugatzkis (?) gehört hatte, den Paratexten nach zu urteilen, sind sie doch aber wahre Größen der phantastischen Literatur... Peinlich... oder so :)

Das sagt der Klappentext: In "Picknick am Wegesrand" ist der kosmische Besuch nicht eine Seltsamkeit um der Seltsamkeit willen, sondern er legt die Ausgangsbedingungen für ein Gedankenexperiment auf dem Gebiet der "experimentellen Geschichtsforschung" fest, und gerade das macht den Wert dieses Buches aus.
Stanislaw Lem

Das sage ich: Picknick am Wegesrand beginnt mit Auszügen aus einem Interview, das ein Radiojournalist mit einem Wissenschaftler führt. Dabei erfährt der werte Leser (und die werte Leserin) zum ersten Mal von dem "Besuch". Offensichtlich haben Wesen aus dem All die Erde kurz besucht und sind danach wieder abgezogen. Aber nicht ohne Spuren zu hinterlassen.

Montag, 23. Juni 2014

Es ist vollbracht (zumindest fast)

Viel zu lange war es hier still. Das lag daran, dass die letzten Wochen ganz, ganz unglaublich stressig waren, sodass ich nicht dazu gekommen bin, auch nur eine einzige Seite zu lesen. Ich hoffe, dass sich das nun alsbald ändert, denn heute hatte ich mein letztes Referat in diesem Semester. Es gilt nun nur noch eine Arbeit zu schreiben, dann kann mir das Semester gepflegt den runden Rücken runter rutschen. (Wobei ja in den Sommerferien eine weitere Arbeit geschrieben werden muss, aber das ist eine andere Geschichte.)

Jedenfalls beginne ich mit heute auch wieder etwas anderes zu lesen als langweilige Bücher über Unterrichtsanalysen und kinderliterarischer Komparatistik. Ich freu mich so!
Jetzt werde ich mich schnell hinter einem Buch verstecken, damit ich die Regenbogenchallenge schaffe!

Auf, auf!